Ostsee Surfen

Surfen auf der Ostsee

Die Ostsee bietet ideale Bedingungen für Surfer – egal ob man Anfänger beginnt oder als alter Hase die beliebtesten Surfspots ansteuert. Durch die Küstenstruktur der Ostsee, die durch viele Binnengewässer und Bodden hervorragende Lernmöglichkeiten für Schüler bietet, hat die Ostsee als Surfrevier in den letzten fünfzehn Jahren einen ungeahnten Surferboom ausgelöst. Zahlreiche Surfschulen an der Ostsee bieten zu günstigen Preisen Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse an. Schulklassen nehmen seit Jahren Surfunterricht. Ostseesurfen ist schwer im Kommen und nach dem Motto - warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah – wachsen die Zahlen der Touristen, die zum Surfen an die Ostsee kommen. Es gibt einige Geheimtipps für Surfer an der Ostsee, die lediglich für Fortgeschrittene geeignet sind. Anfängerkurse für Surfer und Surfen für Kinder werden von den Surfschulen angeboten.

Surfen – Ein Exkurs in die Vergangenheit

Surfen auf der Ostsee heißt Windsurfen. Denn das bloße Wellenreiten – wie es die Hawaiianer erfunden haben – ist aufgrund der sehr gemäßigten Wellen leider nicht so ohne weiteres möglich. Windsurfen ist aus dem Wellenreiten entstanden. Man wollte sich das mühsame Paddeln gegen die Wellen ersparen, indem dafür die Kraft des Windes nutzbar gemacht wurde. Im November 1964 zeichnete Newman Darby sein Darby Sailboard und veröffentlichte in Popular Science, das in einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren in den USA erschien, eine bebilderte Selbstbauanleitung für sein Segelbrett. Er verwendete dabei ein Segelrigg ähnlich einem Kinderdrachen, bei dem ein Mast beweglich mit dem Surfboard verbunden war und eine horizontale Spire zum Halten des Segels diente. Newman Darby baute mehrere dieser Sailboards und es existieren Filme über seine Probefahrten. Der Amerikaner Jim Drake startete in der Jamaica Bay in New York am 21. Mai 1967 zum ersten Mal seinen Windsurfer „Old Yeller“.

Surfen auf der Ostsee – Wellenreiten gestern und heute

Das in Polynesien vor etwa 4000 Jahren erfundene Surfen oder Wellenreiten wurde von den Ureinwohnern der Inseln im Pazifik dazu benutzt, auf einem Brett größere Distanzen auf dem Meer zurückzulegen. Kein Geringerer als James Cook machte sich auf seinen Reisen Notizen über diese ungewöhnliche Fortbewegungsart. Was für die damaligen Bewohner der Pazifikinseln lebensnotwenig war, ist heute eine Funsportart. Die Hotspots in Kalifornien oder Spanien können von den Wellen der Ostsee kaum übertroffen werden aber selbst in der Ostsee gibt es „Secret Spots“, die an einigen Tagen im Jahr surfbare Bedingungen versprechen. Die Wellen sind hier zwar nie so kraftvoll wie an der Nordsee, jedoch gibt es an der Ostsee viele Buchte und Haken, so kann man bei Windstärke 7 sogar Wellen mit leicht ablandigem Wind vorfinden. Das ist an der Nordsee sehr selten der Fall. Surfschulen an der Ostsee bieten allerdings keine Kurse im Wellenreiten an.